Fauna

„Und ferner, was der Wald den Zimmerleuten für ihre Arbeit liefert, das brachte die Insel in reichlichem Maße hervor, und im weiteren ernährte sie ausreichend zahme und wilde Tiere. Sogar die Elefanten waren hier besonders zahlreich; denn es war genügend Nahrung vorhanden, nicht nur für all die anderen Tiere, die in den Sümpfen und Seen und Flüssen leben, und auch für die, welche auf den Bergen und in den Ebenen weiden, sondern eben auch für den Elefanten, welcher das größte Tier ist und am meisten frisst. Und was im weiteren jetzt die Erde irgendwo an Wohlgerüchen hervorbringt, sei es von Wurzeln oder von Gras oder von Hölzern oder von Säften, die von Blüten oder Früchten herabträufeln – auch das alles brachte die Insel hervor und ließ es wohl gedeihen.“

„Dort waren denn auch viele Tempel für manche Gottheiten, auch viele Gärten und viele Gymnasien angelegt für die Leibesübungen der Männer, während die Übungsplätze für die Pferde abseits auf den beiden Inseln zwischen den Wasserringen lagen“

Platon, Kritias

Diese Tiere (u.a. Pferde und Mastodonten/Elefanten) sind alle schlagartig beim Übergang vom Pleistozän in den Holozän vor ca. 11.700 Jahren vom Erdboden verschwunden. Die quartäre Aussterbewelle. Auf diese Zeit datiere ich auch den „Untergang“ von Atlantis.

„In Nordamerika lag das Aussterben in einem engen Zeitrahmen (vor rund 12.000 Jahren) und erfolgte sehr plötzlich. Hier verschwanden unter anderem das Wollhaarmammut, das Präriemammut, das Amerikanische Mastodon, alle Kamele (Camelops, Hemiauchenia, Palaeolama) und Pferde, der Helm-Moschusochse, der Buschochse, sowie die Säbelzahnkatzen (Smilodon, Homotherium), vier Riesenfaultiere (Eremotherium, Megalonyx, Paramylodon, Nothroteriops) und Riesengürteltiere (Glyptotherium, Holmesina). Dazu verschwanden der Amerikanische Löwe, der Amerikanische Gepard, der große Wolf Canis dirus, der Kurzschnauzenbär, Florida-Brillenbär, Wasserschweine und Tapire sowie verschiedene Hirsch-, Gabelbock- und Pekariarten. Mindestens 17 Gattungen der ausgestorbenen Megafauna Amerikas verschwanden in einem sehr engen Zeitfenster vor 11.400 bis 10.800 Radiokohlenstoffjahren.“


„In Südamerika scheinen die meisten Arten um dieselbe Zeit oder wenig später als in Nordamerika ausgestorben zu sein. Hier ist die Fossildokumentation diesbezüglich allerdings weniger gesichert. Südamerika verlor während dieses Massensterbens alle seine Rüsseltiere (Cuvieronius, Haplomastodon, Notiomastodon), sämtliche Riesenfaultiere (z. B. Megatherium, Glossotherium, Mylodon, Scelidotherium), Glyptodonten, Riesengürteltiere (Pampatherien) und Pferde (Equus, Hippidion), sowie die eigenartigen Macrauchenien und Toxodonten (Toxodon, Mixotoxodon). Dazu verschwanden um dieselbe Zeit das Flachkopfpekari, verschiedene Hirsche und Kamele (Palaeolama, Hemiauchenia). Unter den Raubtieren sind am Beginn des Holozäns die Säbelzahnkatze Smilodon, verschiedene Wildhunde (Canis dirus, Protocyon) und Bären verschwunden. Insgesamt starben am Beginn des Holozäns 80 % aller Großsäuger über 44 kg sowie alle Arten mit einem Körpergewicht von über 300 kg in Südamerika aus. Das größte überlebende Säugetier des Südamerikanischen Kontinents ist der Mittelamerikanische Tapir.“

Die gängige Theorie das der Mensch der Verursacher war halte ich für überholt. Ein kataklysmisches Ereignis wie in den Mythen der alten mesoamerikanischen Kulturen halte ich für wahrscheinlicher.

 

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Quart%C3%A4re_Aussterbewelle

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