Nabel der Welt

Nabel der Welt ist ein Ort, der nach einer mythologischen Vorstellung den Weltenmittelpunkt verkörpern soll.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Nabel_der_Welt

„Das Land ist nach der Hauptstadt der Azteken, Mexico-Tenochtitlan (jetzt Mexiko-Stadt), benannt. Für die Herkunft der Bezeichnung Mexico (mē/ʃ/ĭ’co) gibt es verschiedene, aber unbefriedigende Erklärungen. Nach einer Erklärung stammt der Teil von mĕtl, was die Agavenpflanze (auch: Maguey) bezeichnet. Der Teil soll von xīctli (Nabel) abgeleitet sein und zusammen mit dem im Nahuatl häufigen Ortssuffix co beziehungsweise ko die Bezeichnung Der Platz, wo der Nabel (der Mittelpunkt) der Maguey liegt ergeben.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Mexiko#Landesname

Vor dem Hintergrund einer nabelförmigen Insel die „Cerro de Xico“ genannt wird ist es wieder plausibel.

„Der Omphalos (griech.: „ὀμφαλός“, „Nabel“) war ein Kultstein im Adyton des Apollon-Tempels in Delphi. Er war mit Wollgirlanden (Agrenon) überzogen und markierte den „Nabel der Welt“. Eine hellenistische oder römische Marmorkopie des Steins befindet sich heute im Archäologischen Museum von Delphi.

Der Begriff wird auch als Synonym für Mittelpunkt und Nabel des Geschehens verwendet.

Der Omphalos soll der Sage nach als Meteor vom Himmel gefallen sein. Er wurde im Heiligtum des Apollon verehrt. Ursprünglich war er vermutlich ein Opferstein der Göttin Gaia und markiert die Stelle, an der sich die von Zeus im äußersten Westen und im äußersten Osten entsandten Adler in der Mitte der Welt getroffen haben. Pausanias zufolge war er die Weltachse, die mythische Verbindung zwischen Himmel, Erde und Unterwelt. Unter ihm befindet sich angeblich das Grab des Dionysos, auch Python soll unter ihm begraben worden sein.

Mit „Omphalos“ wurde später auch der auf dem Forum Romanum aufgestellte Umbilicus bezeichnet. Dieser Stein galt den Römern als Mittelpunkt der Welt. In Delphi befand sich auch der Stein, den Rhea dem Mythos zufolge statt des neugeborenen Zeus ihrem Gatten Kronos zum Verschlingen gab und den Kronos später ausspuckte. Der Stein des Kronos wurde ähnlich wie der Omphalos und andere Baityloi verehrt und kann daher mit diesem verwechselt werden.

Neben Apollo werden auch Asklepios-Statuen mit dem Omphalos dargestellt. Möglicherweise liegt eine Übertragung des Attributs von Apollo vor.

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 Calenische Omphalosschale, um 300 v. Chr., British Museum.
Die Schale als Symbol für den Einschlagkrater. In der Mitte der Zentralberg samt Meteor. Ausserdem Streitwagen / Sonnenwagen (fliegender Meteorit) und als Bewaffnung eine Keule (der Impakt).

 

Als Omphalos-Schale bezeichnet man in der antiken Keramik einen Typ von flachen runden Schalen, die mit einem Mittelbuckel versehen sind und als Opferschalen dienten. Davon abgeleitet wird gelegentlich die zentrale Aufwölbung von Schalen auch späterer Kunstepochen als Omphalos benannt; sie hatten oft nur noch dekorativen Sinn oder dienten als Widerlager für den Standring zugehöriger Kannen.“

Solche Opferschalen die den Mittelpunkt / Umbilicus mundi bzw. den Nabel der Welt / Umbilicus Telluris darstellen finden wir auch bei den mesoamerikanischen Kulturen. Den sogenannten Chak Mo’ols.

Zum Beispiel:

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Aztekischer Chak Mo’ol im Templo Mayor / Tenochtitlan

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Aztekische Chak Mo’ol (Standort unbekannt)

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Chak Mo’ol der Maya Chichén Itzá / Mexico

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Aztekischer Chak Mo’ol im museo nacional de antropologia / Mexico

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Toltekisches Gefäß mit Nabel Symbolik. Soconusco, Guatemala 

Weitere Allegorien zum Nabel der Welt finden wir in der indischen Mythologie beim Gott Vishnu – Narayana.

„Im Epos Mahabharata[1] berichtet der Weise Markandeya über eine große Flut, welche am Ende der Zeiten das gesamte Universum vernichtet hat. In der Wasserwüste trifft er auf ein Kind, auf dem Blatt eines Baumes liegend, das sich ihm als Narayana offenbart:

In alten Zeiten rief ich die Wasser beim Namen Nara und da die Gewässer immer mein ayana waren, meine Heimstätte, darum wurde ich Narayana genannt (der im Wasser zuhause ist). O bester der Wiedergeborenen, ich bin Narayana, der Ursprung aller Dinge, der Ewige, der Unveränderliche.

Das göttliche Kind tröstet Markandeya und kündigt eine neue Schöpfung an.

Narayana (Sanskrit, m., नारायण, nārāyaṇa, Thai: Narai (นารายณ์); wörtl.: „ewiger Mann“, „Menschensohn“ oder „der aus dem Wasser Kommende“)“

„Die Ikonographie zeigt Narayana (ebenso wie Vishnu) meist mit vier Armen sowie den Attributen Rad bzw. Diskus (chakra), Schneckenhorn (shankha), Lotos (padma) und Keule (gada). In einer besonders bekannten Darstellung ruht Narayana, hier mit dem Beinamen Anantashayi, als menschengestaltiger Gott zwischen zwei Weltperioden auf einem Schlangenbett im kosmischen Ozean, dem Milchozean. Auf der Lotosblüte, die seinem Nabel entsprießt, thront der vierköpfige Brahma, der in seinem Auftrag eine neue Schöpfung hervorbringt. “

Hier ist wieder eine eindeutige Symbolik zu erkennen.

  • Rad / Diskus = Der fliegende Meteorit
  • Schneckenhorn = Das Geräusch des Meteoriten (Donnergrollen)
  • Lotosblüte / Nabel = Die Zentralinsel
  • Keule = Der Impakt
  • Schlangenbett = Die konzentrischen Ringe
  • Milchozean = Das nebelbehangene Texcoco-Seensystem (Mehr dazu in Kosmogonie)

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nabel_der_Welt

https://de.wikipedia.org/wiki/Omphalos

https://de.wikipedia.org/wiki/Templo_Mayor

https://www.google.com/culturalinstitute/beta/partner/museo-nacional-de-antropologia-mexico?hl=en

https://www.pinterest.es/marcelinofernsu/tolteca/

https://de.wikipedia.org/wiki/Chak_Mo%27ol

https://de.wikipedia.org/wiki/Narayana

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