Stierkult

„Und wenn sie sich zu diesem Gericht anschickten, gingen sie zuerst gegenseitig eine Treueverpflichtung ein, und zwar in folgender Form. Im heiligen Bezirk des Poseidon wurden einige Stiere freigelassen; die zehn Könige blieben für sich allein, und nachdem sie zum Gott gebetet hatten, er solle sie das ihm wohlgefällige Opfer fangen lassen, machten sie auf die Tiere Jagd, und zwar ohne eiserne Waffen, nur mit Knüppeln und Schlingen; den Stier, den sie fingen, führten sie zur Säule und schlachteten ihn an ihrer Spitze, gerade über jener Inschrift. Auf der Säule aber war außer den Gesetzen auch eine Schwurformel angebracht, mit schweren Verwünschungen gegen die, welche ihnen nicht gehorchten. Wenn sie nun gemäß ihren Bräuchen den Stier geopfert und alle seine Glieder geweiht hatten, füllten sie einen Mischkrug und warfen für jeden ein Klümpchen geronnenes Blut hinein. Alles übrige brachten sie ins Feuer, nachdem sie zuerst ringsum die Säule gereinigt hatten.“

Platon, Kritias

Es ist bekannt das es auf den amerikanischen Kontinent, im Gegensatz zu Pferden und Elefanten (Mastodonten) keine Stiere bzw. Kühe gab. Möglich wäre eine Fehlinterpretation des Büffels. Aber naheliegender ist, wie bei vielen anderen Hochkulturen (u.a. Ägypter, Sumerer, Mykhener, Khmer, Inder), dass Sternbild Taurus in Betracht zu ziehen.

Zu dem Sternbild Stier gehören die Plejaden die ebenfalls rund um den Globus verehrt werden. Unter anderem auch bei den Maya und den Tolteken. Sie zeigen unter anderem Aussaat und Ernte an.

Der Gegenspieler ist in der Regel das Sternbild Orion. So spiegelt sich in vielen Kulturen die Geschichte eines Stieres wieder.

Zum Stier wurde das Sternbild allerdings erst in der alten Welt bzw. laut meiner Theorie der neuen Welt.

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„Bei den Sumerern erhielt das Sternbild den Namen Himmelsstier / Stier des Himmels (Gu4-an-na/Gud anna), gegen den der sagenhafte König Gilgamesch (um 2700 v.Chr.) kämpfen musste. Von den Forschern wird er auch mit „Taurus“, dem Widersacher des Jägers Orion, in Verbindung gebracht. Einige Historiker verweisen aber auf das zweite Stier-Sternbild Centaurus und nehmen deshalb keine eindeutige Zuweisung vor.

Der griechischen Mythologie nach nahm Zeus die Gestalt eines Stieres an, um sich der schönen Europa zu nähern und sie auf seinem Rücken über das Meer nach Kreta zu entführen. Er wird deshalb kretischer Stier genannt.
Anderen Quellen nach verwandelte sich Zeus nicht, sondern sandte einen Stier aus, um Europa nach Kreta zu bringen. Dort verliebte sich der Stier später in die Königin Pasiphae. Aus dieser Verbindung ging das Ungeheuer Minotaurus hervor. Der Meeresgott Poseidon bestrafte den Stier für den Frevel und er musste von nun an feuerspeiend auf der Insel herumlaufen. Herakles fing den Stier ein und brachte ihn nach Griechenland, wo er jedoch das Festland verwüstete. Schließlich wurde er bei Marathon vom Helden Theseus getötet.

Die Hyaden waren nach der griechischen Mythologie Töchter des Titanen Atlas. Da sie nicht aufhören konnten, den Tod ihres Bruders zu beweinen, wurden sie an den Himmel verbannt.

Die Plejaden stellen Atlas, seine Gemahlin Pleione und weitere seiner schönen Töchter dar. Um Pleione und ihre Töchter vor den Nachstellungen des Orion zu schützen, versetzte Zeus sie an den Himmel. Dort läuft Orion immer noch Nacht für Nacht hinter ihnen her, ohne sie je einzuholen.“

Wichtig zu ewähnen ist das die Blütezeit der Hochkulturen, von ca. 4000 Jahre v.u.Z.- 2000 Jahre v.u.Z. das Zeitalter des Stieres war.

Diese Hochkulturen sind augenscheinlich religiöse und kulturelle Nachfahren der Atlanter.

 

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stier_(Sternbild)#Mythologie

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