Zentralinsel / Metropolis

„Die Insel, auf der sich der Königspalast befand, hatte einen Durchmesser von fünf Stadien (1 stadion = 600 Fuß = etwa 192 Meter / 5 Stadien = 960 Meter) Diese Insel und die Ringe und die Brücke, deren Breite eine Plethre (1 Plethron = 100 Fuß = 30,83 Meter) betrug, umgaben sie von beiden Seiten mit einer steinernen Mauer und errichteten auf den Brücken Türme und Tore, überall dort, wo vom Meer her die Durchgänge waren.“

Platon, Kritas

Die Zentralinsel von oben (finden Sie hier auf GoogleMaps) :

Schema_Atlantis.png

Die Zentralinsel im Lago de Chalco im Jahr 1519:

Texcoco1519Lokalisierung.jpg

 

Die Zentralinsel mit Durchmesser im Jahr 2017:

CerrodeXicoDM.jpg

Die konzentrischen Ringe sind durch den „Untergang“ in Folge von Erdbeben, Überschwemmungen und Vulkanausbrüchen erodiert.

Diese perfekt, kreisrunde Insel muss in dem schon immer am dicht besiedelsten Tal Mittelamerikas  für alle dort ansässigen Kulturen (und darüber hinaus) der Mittelpunkt der Welt gewesen sein (Mikrokosmos/Makrokosmos).

Sie kann u.a. interpretiert (Allegorie) werden als:

  • die Sonne
  • der Mond
  • der Nabel der Welt
  • ein Ring
  • ein Auge
  • ein Kelch / Gral
  • eine / mehrere Schlangen

Wichtig zum Verständnis der Mythologien und Kosmogonien der alten Hochkulturen. Darauf werde ich noch in der Rubrik Mythen / Sagen kommen.

Wenn man von der Zentralinsel als Mittelpunkt ausgehend im Winkel von 15,5° im Uhrzeigersinn (alle Pyramiden und Tempel in der Umgebung sind auf 15,5° ausgerichtet) Linien nach Norden, Osten und Westen zieht, ergibt sich folgendes.

Zentralinsel / Cerro de Xico als Mittelpunkt (1):

full.jpg

  1. Zentralinsel / Cerro de Xico:

Bild 1.JPG

3. Cuicuilco:

Bild 5.JPG

4. Teotihuacan:

Bild 4.jpg

5. Unbekannte Strukturen auf dem Vulkan Iztaccihuatl:

Bild 7.JPG

Wenn eine Linie von den (Säulen / Turm) Ruinen zu dem Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite zieht trifft man genau die Sonnen-Geoglyphe auf dem Berg Tlapacoya (2).

„Beim Bau der Autobahn Mexiko-Puebla wurden im Jahr 1966 zu Füßen den ehemaligen Vulkans Tlapacoya im Gebiet des ehemaligen Chalco-Sees die bislang ältesten Spuren menschlicher Aktivitäten in Mittelamerika entdeckt. Die Artefakte, darunter Schaber und Obsidianspitzen, ließen sich mit Hilfe der C14-Messung und stratigraphischer Untersuchungen in die Zeit zwischen 22.000 und 20.000 v. Chr. datieren. Jedoch sind Ergebnisse und Methoden unter den Fachleuten immer noch heftig umstritten.[1]

Besser gesichert ist die Datierung menschlicher Skelettreste auf ein Alter von 9730 ± 65 Jahren, womit die Stätte immer noch einen der frühesten Funde menschlicher Überreste nach der Buhl Woman aufweisen würde.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Tlapacoya#Pr%C3%A4historie

2. Sonnen-Geoglyphe auf dem Berg Tlapacoya:

Bild 3.JPG

Das verdeutlicht die herausragende Bedeutung dieser Insel.

Säulen / Turmruinen ( Die wahren Säulen des Melkart-Herakles? ) am Kraterrand des Cerro de Xico:

XicoSaeulen.JPG

Hierzu noch ein interressanter Blogeintrag:

Wandgemälde am Xico entdeckt

In verschiedenen Zeitungen (u.a. im El Universal) wird über den wohl sensationellen Fund mehrerer präkolumbianischer murales und Skelette in der Nähe des Vulkans Xico, gleich neben dem D.F. (hier das Sat-Foto bei Google Maps) berichtet.

Gefunden wurden:

    • mehrere Wandgemälde mit 22 m Länge und 80 cm Breite
    • ein deformierter Frauenschädel mit einem geschätzten Alter von 2.500 Jahren
    • Reste von anderen 20 Skeletten (nur 5 davon sind bisher geborgen)
    • Ausgrabungen eines Wohnzone und eines Tempels aus der Zeit zwischen 600 und 800 n.Chr.
  • über genanntem Tempel das Fundament eines zweiten aus der Zeit zwischen 600 und 1100 n.Chr.

Die Wandgemälde zeigen verschiedene Personen. Auf der Ostseite befinden sich Gesichter und prähispanische Symbole für das gesprochene Wort; auf der Westseite, besser erhalten, werden drei Personen gezeigt: eine sieht Richtung Süden und trägt Federschmuck und sitzt auf einer Art Thron, was darauf schließen läßt, dass die Person sehr wichtig gewesen sein muß.
Die zweite Person kniet vor der ersteren und spielt auf einem „Wind-Instrument“ und die dritte, noch nicht komplett ausgegraben, liegt auf dem Boden; man weiß noch nicht, ob sie schläft oder geopfert wurde.
Im oberen Teil des Wandgemäldes befindet sich ein Symbol, das das Jahr oder Edelsteine repräsentieren könnte.

http://rolandmex.blogspot.com.es/2005/07/wandgemlde-am-xico-entdeckt.html

 

Quelle:

http://atlantisforschung.de/index.php?title=Kritias

http://www.enzyklo.de/Begriff/Stadion

GoogleMaps

https://de.wikipedia.org/wiki/Plethron

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